Wie tolerant ist Altomünster? - Aktuelles - Alto Bad e.v.

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Wie tolerant ist Altomünster?

Alto Bad e.v.
Herausgegeben von in Vorstand ·
Leserbrief an den Münchner Merkur/Aichacher Zeitung, 19.11.2014
Was haben viele Gesetzesvorlagen der Bundesregierung mit dem Badesee in Altomünster zu tun? Es regen sich vor allem diejenigen darüber auf, die keinerlei Nachteile erleiden. Warum gibt es, um beim Naturbad in Altomünster zu bleiben, bloß so viel negative Stimmung?
Seit mehr als 20 Jahren steht in den Wahlprogrammen der örtlichen Politiker das Versprechen, Altomünsters Freizeitwert durch einen Badesee zu steigern. Die Voraussetzung: Ein Verein soll sich um den Betrieb kümmern. Der Verein ist gegründet, und noch nie war Altomünster einer Verwirklichung dieses Bad-Plans so nahe wie heute. Und jetzt? Jetzt melden sich Zauderer und Bedenkenträger, jetzt kritisiert der eine, dass keine Parkplätze vorgesehen sind, und der nächste, dass die Ruhe gestört werden könnte.
Andere Vereine machen Stimmung, weil sie fürchten, dass für sie weniger Geld übrig bleibt. Seit einem Jahrzehnt steckt das Projekt einer neuen Turnhalle in der Pipeline – möchten die Hallen-Befürworter wirklich, dass es dem Badesee ähnlich ergeht?
Dabei wird die Hälfte der für das Bad veranschlagten Gelder über ein europäisches Förderprogramm kommen, das genau solche Projekte unterstützt. Halb Österreich hat so seine Naturbäder finanziert. Es geht beim Altomünsterer Bad um den Spaß und die sportliche Betätigung – wieso freuen sich andere Vereinsvorstände und -mitglieder nicht über diese Bereicherung des Sportangebots, zumal es gar nichts (siehe europäische LEADER-Förderung) mit ihren eigenen Forderungen und Belangen zu tun hat.
Wer schon einmal in einem anderen gemeindlichen Bad war, vielleicht in Vierkirchen oder in Egling an der Paar, wird festgestellt haben, wie sehr die Einwohner von einer solchen Einrichtung profitieren. Sie haben einen Platz, an dem sie sich zwangslos treffen können, an dem sie gemeinsam Sport treiben und Feste feiern. Es gibt Schwimmkurse für Kinder, eine Fun-Ecke für Jugendliche und schöne Liegewiesen. Die Aufgabe, das Bad zu betreiben (was dem Alto-Bad e.V. zufiele) verteilt sich auf viele Schultern – ganz nach Neigung und Veranlagung: einige achten auf den Badebetrieb, andere pflegen die Grünanlagen, wieder andere betreiben den Kiosk.
Es war schwer genug, ein Grundstück in Altomünster zu finden. Inzwischen gibt es eines, das viele Voraussetzungen erfüllt: gute Lage und Erreichbarkeit, eine eigene Quelle, keine Einschränkung des bestehenden Freizeitwerts. Warum nur zeigen sich jetzt so viele Widerstände und so viel Missgunst? Altomünster sollte über seine Fähigkeit zur Toleranz nachdenken – und dann gemeinsam am Projekt eines Naturbadesee arbeiten!

Britta Mentzel und Renate Farda, Altomünster


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